
»hundetraining erfordert menschen mit haltung.«
Patrizia & Alice | wesentlich bewegt

Ella
ich bin
Eigentlich war ich immer ein Katzenmensch. Hunde waren mir suspekt. Groß, oft laut und außerdem: Woher weiß ich, was ihm gefällt, wenn er nicht schnurrt?
Meine echte erste Hundebekanntschaft war Theo. Ein sanfter schwarzer Riese, der sich an mich gelehnt hat, um mehr Streicheleinheiten einzufordern. Nach Theo kam Samu, ebenfalls ein kleiner schwarzer Riese, mit dem ich viele Stunden verbracht habe, weil er nicht allein zuhause bleiben konnte.
Nach Samu kamen Amo und Pauli, Phoebe, Mia, Morito, Juno, Luna, Akila, Jack, Merlin, … und dann hab ich aufgehört, zu zählen.
Mit der Zeit ist die Arbeit mit Hunden zu meiner Leidenschaft geworden. Ich liebe ihre Authentizität, ihre Ehrlichkeit, ihre Bedingungslosigkeit. Ich mag es, dass sie mich fordern und herausfordern, mich an meine eigenen Grenzen bringen, um Grenzen zu spüren. Außerdem fühle ich mich verantwortlich, diesen Wesen, die wir in unsere Welt holen, unsere Welt auch zu erklären.
Als Linguistin und Sprecherin weiß ich, wie wichtig eine Art der Kommunikation ist, bei der man versteht und verstanden wird, um sich in Beziehungen sicher zu fühlen. Aus diesem Grund habe ich eine Ausbildung zur Hundetrainerin absolviert und diese im September 2025 erfolgreich abgeschlossen. Ich möchte mit meiner Arbeit dir und deinem Hund helfen, einander besser zu verstehen und Konflikte so eskalationsarm wie möglich auszutragen und zu bewältigen.
Merlin
das ist
Merlin ist Anfang Dezember 2021 als fünf Wochen alter Welpe zu mir auf Pflege gekommen. Und geblieben.
Mir war damals schon klar, dass dieser kleine Kerl eine große Herausforderung wird und ich habe mich ganz bewusst für ihn entschieden.
Wir haben, wie man so schön sagt, einen breiten Weg hinter uns: Von einem schreienden und beißenden, überreizten Welpen über eine heftige Leinenaggression, die Unfähigkeit, sich zuhause zu entspannen, Psychopharmaka, eine quasi nicht vorhandene Frustrationstoleranz, keinen Besuch mehr empfangen können, ein Jahr lang die Wohnung nur mit Maulkorb verlassen bis zu nächtlichen Spaziergängen und Spießrutenläufen, die nicht selten in völligen Nervenzusammenbrüchen meinerseits gegipfelt haben, war alles dabei.
Mittlerweile ist aus dem kleinen Welpen ein stattlicher erwachsener Hund geworden, der immer weiß, was er will. Merlin kann laut sein, intensiv und unnachgiebig, er ist aber genauso auch zärtlich, liebevoll, anlehnungsbedürftig und witzig. Wir lernen uns immer noch jeden Tag ein Stückchen besser kennen, wachsen immer noch jeden Tag an- und miteinander.


arbeite
wie ich
Wer bin ich, was will ich vermitteln, wie werde ich wahrgenommen und wie fühle ich mich eigentlich dabei? Fragen, die ich erst mal nicht mit Hundetraining verbunden habe, die aber, wie ich jetzt weiß, essenziell sind.
Ich habe sehr lange intensiv und voll Überzeugung versucht, ausschließlich belohnungsbasiert und ohne bewusste Strafe zu arbeiten. Es hat vier Trainer:innen gebraucht, bis wir eine Trainerin gefunden hatten, die uns und vor allem Merlin damals verstanden und die uns aus unserem Loch geholt hat. Ich hab mich mit den mir bekannten Hundetrainingsmethoden im Kreis und dann noch ein paar Extrarunden gedreht, weil sie mich nur so weit, jedoch nicht ans Ziel gebracht haben.
Immer wieder hat mich unser Weg auch an einer ganzheitlicheren, körperlicheren und vor allem beziehungsbasierten Arbeitsweise vorbeigeführt, in der ich mich heute am besten wiederfinde. Hunde sind, genau wie wir Menschen, individuelle Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen und Emotionen. Sie wollen gesehen, gehört und verstanden werden. Sie wollen sich spüren, gespürt und gehalten werden.
Durch Merlin durfte ich lernen, dass Grenzen etwas Tolles sind, sie einen zur Weiterentwicklung zwingen, wenn man an sie stößt und dass faire Grenzen vor allem der Schlüssel zu mehr Freiheit sind.
In diesem Sinne: Lass uns gemeinsam eure Grenzen ausloten und (neu) stecken, um eure Beziehung zu stärken und die dadurch entstehende Freiheit zu genießen.
Ich freue mich, euch auf eurem Weg zu begleiten.
